
Neue Aufzeichnungspflichten in der Kritik
Satzweiser Anbau, Mehrfachbelegungen der Flächen, Flächentausch und die große Spannweite an Kulturen im Gemüsebau machen die neuen Aufzeichnungspflichten, besonders für kleine und vielfältige Betriebe, nahezu unmöglich zu realisieren.
von Bundesfachgruppe Gemüsebau erschienen am 16.03.2026Erfassung von Datum mit Uhrzeit, geopunktbasierte Aufzeichnungen, aber auch Datierung der BBCH-Stadien, wenn von der Zulassung gefordert, und EPPO-Codes gehen an der Realität der Betriebe vorbei. Der Ursprung der Vorgaben entspringt der EU-Verordnung zu landwirtschaftlichen Statistiken (SAIO). Sie hat das Ziel einer einheitlichen Datenerfassung auf EU-Ebene. Dennoch zeigt sich bei der Umsetzung in der gemüsebaulichen Praxis bei kleineren Betrieben eine erhebliche Herausforderung in der Anwendung, da die Verordnung nur die landwirtschaftlich großen Kulturen im Fokus hatte. Gartenbauliche und gärtnerische Strukturen wurden weniger bedacht. Die Branche fordert von der Politik, nur das notwendige Maß für die Sonderkulturen zu erfassen, beispielsweise statt detaillierter und oft verwirrender EPPO-Codes und BBCH-Stadien auch größere Kulturgruppen in der Dokumentation anzuerkennen.









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