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Schweiz

Düngeempfehlungen für Gemüsekulturen

Gemüsekulturen erfordern abhängig von der Anbauform und dem Produktionsziel eine angepasste Düngung: Eine Ergänzung und Differenzierung der Grundlagen für die Düngung (GRUD) von Agroscope schließt Lücken und stärkt die nachhaltige Landwirtschaft.

von Agroscope erschienen am 30.03.2026
Für Süßkartoffeln und andere Gemüsekulturen in der Schweiz gibt es jetzt spezialisierte Düngeempfehlungen. © Julia Appel
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Veränderte Umweltbedingungen und neue Sorten führen dazu, dass in der Schweiz zunehmend Spezialkulturen wie Süßkartoffeln oder Pak Choi angebaut werden. Für diese Kulturen, aber auch für etablierte Gemüsearten wie Wurzelpetersilie oder Bundzwiebeln, fehlten bislang verlässliche Düngenormen. Eine angepasste Düngung kann die Produktqualität verbessern und das Risiko von Umweltbelastungen durch eine Überversorgung mit Nährstoffen reduzieren.

Bisher kaum berücksichtigt wurde zudem das breite Sortiment an Verarbeitungsgemüse – etwa Industrie-Brokkoli, -Blumenkohl oder -Chinakohl –, für das höhere Anforderungen an Ertrag und Qualität gelten. Auch mehrfach beerntete Kulturen, wie Petersilie mit mehreren Schnitten, sind in den bestehenden Normen unzureichend abgebildet.

Kultur, Anbauform und Standort bestimmen den Nährstoffbedarf

Der Nährstoffbedarf variiert stark je nach Kultur und Produktionssystem. Relevant sind unter anderem:

  • Produktionsziel: Frischmarkt oder Industrieproduktion
  • Standortfaktoren: Bodeneigenschaften und Nährstoffverfügbarkeit
  • Vorkultur: Einfluss von Ernteresten auf die Nährstoffverfügbarkeit
  • Anbauform: gesät oder gepflanzt
  • Nutzung: einmalige oder wiederholte Ernte

Zeitpunkt, Menge und Zusammensetzung müssen daher bei der Düngung berücksichtigt werden.

Ergänzung der GRUD veröffentlicht

Aus diesen Gründen hat Agroscope nun das Kapitel „Gemüsebau“ der Grundlagen für die Düngung landwirtschaftlicher Kulturen in der Schweiz (GRUD) mit einem Addendum ergänzt. Es enthält neue, differenzierte Düngungsempfehlungen für zusätzliche Kulturen und unterschiedliche Anbauweisen und unterstützt damit die Landwirtinnen und Landwirte bei der Düngungsplanung.

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