
DiPAgE-App: Weniger Datenerfassung gefordert
Beim Auswertungsgespräch zum Praxischeck der App DiPAgE, organisiert von der Stabsstelle Bürokratieabbau des Bundeslandwirtschaftsministeriums, wurde deutlich: Die digitale Dokumentationspflicht für Pflanzenschutzanwendungen wirft weiterhin viele Fragen auf.
von Red/ZVG erschienen am 28.04.2026Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) fordert, die Praxis bei der weiteren Ausgestaltung der Vorgaben zur digitalen Aufzeichnungspflicht von Pflanzenschutzbehandlungen eng einzubeziehen. Außerdem sollen nur die unbedingt notwendigen Daten erfasst werden, damit der Dokumentationsaufwand für die Betriebe möglichst gering bleibt.
DiPAgE ist ein Projekt des Julius Kühn-Instituts (JKI) zur rechtssicheren Dokumentation von Pflanzenschutzmittel-Anwendungen auf Grundlage der EU-Durchführungsverordnung 2023/564. Beim Auswertungsgespräch wurde betont, dass die Nutzung der App freiwillig ist und keine Konkurrenz zu bestehenden Ackerschlagkarteien darstellen soll.
Bundeseinheitliche Lösungen müssen her
Bereits genutzte Softwarelösungen, die an die neuen gesetzlichen Anforderungen angepasst wurden, können weiterhin verwendet werden. Die App DiPAgE soll im Sommer 2026 verfügbar sein. Weitere Anpassungen beim Datenstandard sollen Anbietern anderer Programme rechtzeitig mitgeteilt werden.
Außerdem weist der ZVG darauf hin, dass eine bundesweit einheitliche und rechtssichere Auslegung der Vorgaben dringend notwendig ist. Dafür hat er eine aktuelle Position veröffentlicht. Nur so können Betriebe in allen Bundesländern unter gleichen Bedingungen planen und dokumentieren.












Zu diesem Artikel liegen noch keine Kommentare vor.
Artikel kommentierenSchreiben Sie den ersten Kommentar.