
Zweites Leben für Spargelschalen
Wie können wir nachhaltigere Kunststoffe produzieren? Für biobasierte Kunststoffe kommen nicht nur eigens dafür angebaute nachwachsende Rohstoffe zum Einsatz, sondern auch Reststoffe aus der Landwirtschaft und Industrie haben großes Potenzial.
von Hochschule Hannover erschienen am 05.04.2026Mit zwei aktuellen Forschungsprojekten zeigt das IfBB – Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe der Hochschule Hannover anhand von Binsen und Spargelschalen anschaulich, wie wir Reststoffe aus der Landwirtschaft erfolgreich einsetzen können, um Ressourcen zu sparen, und wie wir sie gleichzeitig auch gezielt nutzen können, um die Eigenschaften von Kunststoffen zu beeinflussen.
Im Projekt „I-RoBi“ dienen Binsen als nachhaltiger Rohstoff für Dämm- oder Füllstoffe für Kunststoffcompounds. I-RoBi entwickelt Aufbereitungs- und Weiterverarbeitungsmethoden und bietet praxisnahe Anwendungsszenarien, um die industriellen Nutzungspotenziale deutlich zu machen. Das Ziel ist es, mit lokal gewonnenen Rohstoffen eine regionale Wertschöpfung zu etablieren, die auch den Herausforderungen des Klimawandels standhält.
„I-RoBi - Industrie-Rohstoff Binse von Moorstandorten nutzen“ wird gefördert von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft „Produktivität und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft“ (EIP Agri).
Spargel als Rohstoff
Das Projekt SpaPlast II arbeitet mit Spargel als Reststoff in der kunststoffverarbeitenden Industrie. Ziel ist eine skalierbare, nachhaltige Nutzung spargelverstärkter Materialien – effizient, ressourcenschonend und wettbewerbsfähig. Auf diese Weise lassen sich nicht nur fossile Ressourcen einsparen, sondern auch bislang verworfene Reststoffe gewinnbringend nutzen, und zwar sowohl für die Industrie als Rohstoff als auch für die Landwirtschaft als weiteren Absatzmarkt.
„SpaPlast II – Untersuchung der Aufbereitung und Nutzbarmachung von Spargelsekundärprodukten für biobasierte Halbzeuge“ wird gefördert vom Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz aus Mitteln des Maßnahmenpaketes Stadt.Land.ZUKUNFT „Wirtschaftsförderfonds – ökologischer Bereich“ zur Unterstützung der Umsetzung der Landesstrategie Biologisierung „Neue Wege für ein zukunftsfähiges Niedersachsen“: https://www.ml.niedersachsen.de/stadtlandzukunft/stadt-land-zukunft-209768.html












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