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Arbeitsausschuss Vertragsgemüse (AAV)

Abnehmer müssen Verantwortung übernehmen

Durch die gestiegenen Kosten und die geringen Anpassungen bei den zu erzielenden Preisen werden viele Gemüsekulturen im heimischen Anbau unwirtschaftlich, das wurde auf der Herbstsitzung des Arbeitsausschusses Vertragsgemüse am 15. Dezember 2025 deutlich.

von Bundesfachgruppe Gemüsebau erschienen am 20.01.2026
Die Produzenten von Vertragsgemüse erwarten ein Entgegenkommen der Verarbeiter, um weiter Kohl und andere Gemüsearten wirtschaftlich anbauen zu können. © Bundesfachgruppe Gemüsebau
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Erste Kulturen wurden bereits aus dem Portfolio gestrichen, weitere werden folgen, wenn kein Entgegenkommen der Verarbeiter erfolgt, betont der AAV-Vorsitzende Heinz-Peter Frehn. Insbesondere durch den gestiegenen Mindestlohn zum 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro ist die Lage äußerst angespannt. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass es zum Teil hohe Bestände zum Beispiel beim Kohl durch die guten Erträge in der vergangenen Saison gibt. Diese haben zu einer großen Warenverfügbarkeit geführt und das verarbeitete Gemüse lässt sich wiederum gut lagern. Dennoch müssen die Abnehmer in den Fabriken auch für die kommenden Jahre Verantwortung übernehmen und die Preise anpassen, sodass ein wirtschaftliches Auskommen mit dem Anbau möglich ist. Ansonsten verschwindet der Gemüseanbau und wird durch alternative Ackerbaukulturen ersetzt.

Denn das Anbaurisiko steigt Jahr für Jahr durch fehlende Pflanzenschutzmittel, Klimaveränderungen und steigende Kosten für Erntehelfer, Versicherungen und Pachten. „Unterm Strich wird kein Anbauer Geld zur Fabrik fahren“, stellt Frehn fest, eher stelle man um und reduziere den Anbau. Viele Verhandlungsgespräche werden regional erst im Frühjahr geführt, die Sitzung des Ausschusses im Dezember hat aber deutlich gemacht, wie groß der Druck und die Sorgen seitens des Anbaus sind. Das verarbeitete regionale Gemüse ist für viele traditionelle Gerichte unabdingbar. Besonders in der aktuellen Situation müssen regionale Produktion und eine breite Palette an Kulturen einen hohen Stellenwert haben.

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