
Baden-Württemberg stellt neuen Bericht vor
Das Land Baden-Württemberg hat kürzlich seinen „Fünften Bericht zur Anwendung chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel in Baden-Württemberg“ vorgestellt. Das südwestdeutsche Bundesland sieht sich dabei auf einem guten Weg.
von MLR/Redaktion erschienen am 17.12.2025„Das Ziel der Landesregierung im Rahmen des Biodiversitätsstärkungsgesetzes ist es, bis zum Jahr 2030 die Anwendung chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel um 40 bis 50 % zu senken. Gegenüber dem Ausgangspunkt bzw. der sogenannten Baseline als Mittel der Jahre 2016 bis 2019 wurden im Jahr 2023 12 % weniger Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Dabei war die Witterung hinsichtlich der Niederschlagsmengen durchschnittlich. Im Vergleich zum sehr trockenen Vorjahr mit 13 % Reduktion sind die Daten aus 2023 eine Bestätigung für den Trend nach unten“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk anlässlich der Vorstellung des Fünften Berichts zur Reduktion von Pflanzenschutzmitteln in Baden-Württemberg Anfang Dezember.
Der Bericht basiert auf Erhebungsdaten des im Land eingerichteten Betriebsmessnetzes. Neben der reinen Mengenbewertung enthält der Bericht auch eine Risikobewertung mittels SYNOPS. Zudem wurde im Jahr 2023, wie im Biodiversitätsstärkungsgesetz vorgesehen, eine externe, umfassende Evaluierung der Maßnahmen vorgenommen, die insgesamt positiv ausfiel.
Eine zentrale Rolle bei der Pflanzenschutzmittelreduktion kommt der Forschung und Beratung, aber auch der stetigen Weiterentwicklung bestehender Anreize und Förderungen zu. Hierzu gehört beispielsweise die Ausweitung des Ökolandbaus, der verbesserte Wissenstransfer und schließlich Fortschritte in der Züchtung und in der Entwicklung neuer nicht-chemischer Verfahren im Pflanzenschutz.











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