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Gemüseanbau in Rheinland-Pfalz 2025

Weniger Betriebe, geringere Anbauflächen

Im Jahr 2025 bewirtschafteten in Rheinland-Pfalz insgesamt 308 Betriebe eine Anbaufläche für Gemüse und Erdbeeren von knapp 16.500 ha. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, entspricht das einem Rückgang um 16 Betriebe sowie einer Abnahme der Fläche um 400 ha gegenüber 2024.

von Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz erschienen am 14.03.2026
Die Anbaufläche von Speisezwiebeln blieb im vergangenen Jahr in Rheinland-Pfalz nahezu stabil. © Natalie Krampfl
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Der größte Anteil der Anbaufläche – rund 16.000 ha – entfällt auf Gemüse im Freiland. Die durchschnittliche Freilandfläche je Betrieb lag bei 57 ha und damit um rund 2 ha höher als im Vorjahr. Im Jahr 2025 wurden m Freiland insgesamt 539.600 t Gemüse geerntet. Im Vorjahr lag die Erntemenge bei 564.600 t. Das entspricht einem Rückgang um 25.000 t bzw. 4 %.

Wurzel- und Knollengemüse: Rückgänge bei Möhren

Mit 8.300 ha blieb die Kulturgruppe der Wurzel- und Knollengemüse die flächenstärkste im Freiland. Gegenüber 2024 nahm die Fläche um 4 % ab. Die Erntemenge sank um 8 % auf 342.600 t. Die wichtigste Gemüseart innerhalb des Wurzel- und Knollengemüses sind Radieschen. Trotz einer nur leicht reduzierten Fläche (-5 % auf 2.020 ha) sank die Erntemenge um 19 % auf 43.300 t.

Bei Möhren und Karotten verringerte sich die Anbaufläche um 6 % auf 1.980 ha. Die Erntemenge ging um 20 % auf 101.800 t zurück. Ursache war insbesondere ein um 14 % geringerer Hektarertrag von 514 dt/ha. Die Anbaufläche von Bund- bzw. Frühlingszwiebeln betrug 2025 gut 1.700 ha (-7 %). Die Erntemenge ging um 13 % auf 75.700 t zurück. Bei Speisezwiebeln einschließlich Schalotten blieb die Anbaufläche mit 1.710 ha nahezu stabil (-1 %). Die Erntemenge stieg deutlich um 26 % auf 75.700 t. Maßgeblich hierfür war ein Anstieg des Hektarertrags um 26 % auf 442 dt/ha.

Blatt- und Stängelgemüse: Stabile Ernte trotz geringerer Fläche

Zum Blatt- und Stängelgemüse zählen neben Spargel eine Vielzahl an Salaten. Die Anbaufläche verringerte sich um 3 % auf 4.100 ha, während die Erntemenge mit 83.900 t nahezu konstant blieb. Spargel wurde auf einer ertragsfähigen Fläche von knapp 1.070 ha angebaut. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Fläche um 5 % ab. Von dieser Fläche wurden 5.700 t geerntet. Aufgrund höherer Erträge wurde das Vorjahresergebnis nur um knapp 2 % verfehlt. Salate wurden auf 1.640 ha angebaut (+15 %). Die Erntemenge stieg um 27 % auf 41.700 t.

Kohlgemüse: Stabile Fläche, höhere Erntemenge

Die Anbaufläche für Kohlgemüse blieb mit 1.500 ha konstant. Die Erntemenge stieg um 3 %t auf 51.300 t (2024: 49.700 t). Die größte Anbaufläche entfiel mit 510 ha auf Blumenkohl. Die Erntemenge belief sich auf 15.400 t und lag damit um 7 % unter dem Vorjahreswert von 16.500 t. Dennoch bleibt Blumenkohl die ertragsstärkste Kultur innerhalb des Kohlgemüses im rheinland-pfälzischen Freilandanbau.

Fruchtgemüse legt zu

Die Anbaufläche für Fruchtgemüse wurde um 8 % auf 1.410 ha ausgeweitet. Die Erntemenge stieg um 9 % auf 43.100 t. Insbesondere Speisekürbisse – etwa Hokkaido-, Butternut- oder Riesenkürbisse – gewannen an Bedeutung. Die Fläche nahm um 10 % auf 910 ha zu, die Erntemenge um 6 % auf 24.400 t.

Rheinland-Pfalz im bundesweiten Vergleich

In Deutschland wurden 2025 insgesamt rund 4,3 Mio. t Gemüse auf 130.400 ha im Freiland geerntet. Rund 5.770 Betriebe waren im Freilandanbau tätig. Die durchschnittliche Freilandfläche je Betrieb lag bei knapp 23 ha. Die rheinland-pfälzischen Gemüsebetriebe waren damit mehr als doppelt so groß. Auf Rheinland-Pfalz entfielen rund 13 % der bundesweiten Freilandernte und 12 % der Anbaufläche. Das unterstreicht die Bedeutung des rheinland-pfälzischen Gemüsebaus im gesamtstaatlichen Vergleich.

Auch bei einzelnen Kulturen zeigt sich diese Bedeutung auf regionaler Ebene: Bei Bundzwiebeln entfielen rund 82 % der bundesweiten Produktion (75.700 von 92.300 t) auf Rheinland-Pfalz. Auch bei Radieschen ist Rheinland-Pfalz führend. Rund 65 % der deutschen Erntemenge (43.300 von 67.000 t) wurden hier erzeugt.

Ökologisch wirtschaftende Betriebe erzeugten 2025 auf rund 2.800 ha (Deutschland: 20.600 ha) insgesamt 79.400 t Gemüse (Deutschland: 597.000 t). Das entspricht 14 % der gesamten Gemüseanbaufläche (Deutschland: 16 %) und 13 % der gesamten Erntemenge (Deutschland: 13 %). Gegenüber 2024 stieg die ökologisch bewirtschaftete Anbaufläche in Rheinland-Pfalz um 9 %, die Erntemenge um 15 %. Die größte Anbaufläche im ökologischen Gemüseanbau entfiel 2025 auf die Gemüsegruppe Wurzel- und Knollengemüse mit 1.100 ha.

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