Geben Sie einen Suchbegriff ein
oder nutzen Sie einen Webcode aus dem Magazin.

Geben Sie einen Begriff oder Webcode ein und klicken Sie auf Suchen.
Thüringen

6,9 Millionen Euro für Öko-Landbau

Das Thüringer Agrarministerium hat im vergangenen Jahr insgesamt 6,9 Mio. Euro aus dem Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) für den ökologischen Landbau zugesagt – ein Anstieg von 400.000 Euro gegenüber 2024. Von den Mitteln profitieren insgesamt 124 Thüringer Landwirtschaftsbetriebe mit einer Gesamtfläche von 9.200 ha. 23 Betriebe haben die Förderung erstmals beantragt oder ihre Flächen ausgedehnt – insgesamt sind damit 4.700 ha ökologisch bewirtschafteter Fläche hinzugekommen; alle anderen Betriebe erhalten die vorgesehene Anschlussförderung. Die Umsetzung der Maßnahmen beginnt in diesem Jahr, die Mittel können ab dem nächsten Jahr abgerufen werden.

von tmwllr erschienen am 21.02.2026
Artikel teilen:

„Der Ökolandbau ist ein wichtiger und wachsender Teil der Thüringer Landwirtschaft“, sagte Thüringens Landwirtschaftsministerin Colette Boos-John. Bei der Erzeugung von Bio-Lebensmitteln habe Thüringen in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt – derzeit wirtschaften im Freistaat mehr als 500 Betriebe nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus. Seit 2015 ist ihre Zahl um 75 % gestiegen, ihr Anteil liegt inzwischen bei rund 15 %.

Diese Entwicklung sei erfreulich, weil auch der Markt für Bio-Lebensmittel weiter überdurchschnittlich wachse, so die Ministerin weiter. Rund 188 Mio. Euro gaben allein die Thüringerinnen und Thüringer im Jahr 2024 für biologisch erzeugte Nahrungsmittel aus. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Marktanalyse des Thüringer Landwirtschaftsministeriums zum Ökolandbau hervor. Bundesweit lagen die Ausgaben für Bio-Lebensmittel 2024 bei knapp 17 Mrd. Euro. Für das Jahr 2025 wird ein weiterer Umsatzanstieg bei ökologisch erzeugten Agrarprodukten auf über 18 Mrd. Euro erwartet.

Wertschöpfungstiefe weiter ausbauen

Von diesem Kuchen könne sich Thüringen ein dickes Stück abschneiden, sagte die Landwirtschaftsministerin. Mit der landwirtschaftlichen Erzeugung liege man in dieser Hinsicht auf Kurs. „Den Flaschenhals bilden allerdings die Lager- und Verarbeitungskapazitäten im Land“, so die Ministerin weiter. „Ziel muss es deshalb sein, die Wertschöpfungstiefe bei ökologisch erzeugten Lebensmitteln im Land weiter auszubauen. Letztlich geht es darum, Thüringer Regionalmarken und -produkte zu entwickeln und besser am Markt zu platzieren.“

Erste Handlungsempfehlungen dafür und eine Untersuchung der Strukturen und Potenziale des ökologischen Landbaus in Thüringen enthält die „Bio-Marktanalyse“, die im Auftrag des Thüringer Landwirtschaftsministeriums erstellt wird und in Kürze veröffentlicht werden soll.

0 Kommentare
Was denken Sie? Artikel kommentieren

Zu diesem Artikel liegen noch keine Kommentare vor.
Schreiben Sie den ersten Kommentar.

Artikel kommentieren
Was denken Sie? Artikel kommentieren
NEU