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Studie

Risikobewertung von Pflanzenschutzmitteln

Einfachere Modelle können das Risiko, das von Pflanzenschutzmitteln ausgeht, teilweise besser vorhersagen, als komplexe Modelle – so lautet das Ergebnis einer Studie der Uni Osnabrück.

von Redaktion erschienen am 12.02.2026
Wie gut Modelle das Risiko von Pflanzenschutzmitteln für aquatische Ökosysteme vorhersagen können, haben Forschende an der Uni Osnabrück untersucht. © Susanne Gnauk
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Vor ihrer Zulassung müssen Pflanzenschutzmittel eine standardisierte Risikobewertung durchlaufen, bei der mögliche Risiken für Menschen, Tiere und die Umwelt abgeschätzt werden. Grundlage dieser Bewertung sind Modellrechnungen: Vorhergesagte Umweltkonzentrationen werden mit Grenzwerten verglichen, ab denen schädliche Effekte auftreten können.

Im Rahmen des EU-Projektes PARC („Partnership for the Assessment of Risks from Chemicals”) hat die Universität Osnabrück untersucht, wie zuverlässig die Modelle zur Risikobewertung für aquatische Ökosysteme sind. Konkret sind damit Gewässer wie Flüsse, Bäche und Seen gemeint. Die Modellvorhersagen wurden mit tatsächlich gemessenen Umweltkonzentrationen von Pestiziden in an landwirtschaftlichen Flächen angrenzenden deutschen Gewässern verglichen.

Einfache Modelle liefern häufig gute Vorhersagen

Die Ergebnisse zeigen, dass einfache Modelle die gemessenen Konzentrationen häufig gut vorhersagen. Die Verwendung komplexerer Modelle, die mehr Prozesswissen sowie detaillierte Umwelt- und Substanzbeschreibungen enthalten, führt nicht zwangsläufig zu besseren Ergebnissen. „Mehr Komplexität bedeutet nicht automatisch mehr Sicherheit“, sagt Prof. Dr. Andreas Focks von der Universität Osnabrück. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass sehr detaillierte Expositionsmodelle unter realen, stark variablen Umweltbedingungen sogar dazu führen können, Konzentrationen zu unterschätzen – und genau das sollte eine regulatorische Risikobewertung vermeiden.“

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