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Agroforst-Forschung

Klimarobuste Gehölze gepflanzt

Im Rahmen des Projekts „Klimarobuste Agrargehölze für dürregefährdete Regionen“ der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) wurden vom 7. bis 17. Dezember 2025 bei drei Praxisbetrieben – dem Sonnengut Gerster in Dietrichsroda (Burgenlandkreis), Warnke Agrar in Cobbel (Altmark) und dem Biohof Kepos in Heinrichsfelde (Ostprignitz) – insgesamt 600 Bäume gepflanzt. Ziel ist es, die Eignung trockenheitstoleranter Baumarten für Agroforstsysteme unter Praxisbedingungen zu prüfen.

von HNEE erschienen am 11.01.2026
Agroforst (Symbolbild). © Jonas Klein
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Die Gehölzstreifen werden in einem Agroforstsystem mit Ackerbau kombiniert. Gepflanzt wurden trockenheitstolerante Baumarten, die sowohl im Fruchtertrag als auch für Wertholz vielversprechend sind: Walnuss, Esskastanie und Maulbeere. Die Bäume wurden als Einzelbaumpflanzung mit Erdlochbohrer gepflanzt. Die Pflanzabstände werden zwischen sechs und 12 m gewählt, bei einer Ackerstreifenbreite von 27 bis 50 m. Damit entsteht eine Struktur, die sich in bestehende Ackerfruchtfolgen integrieren lässt.

An Ackerbau angepasst

In den kommenden drei Jahren werden die Bestände unter anderem auf Wachstum, Überlebensrate und Anwuchserfolg untersucht. Bisher gibt es kaum belastbare Erkenntnisse über klimarobuste Gehölze in Agroforstsystemen speziell in trockenen Regionen Deutschlands. Viele frühere Agroforstversuche scheiterten an hohen Ausfallraten oder unzureichender Anpassung der Gehölze an Standortbedingungen.

Dieses Projekt soll zeigen, ob durch gezielte Auswahl der Gehölzsorten der Anwuchs auch unter Trockenstress verbessert werden kann — und ob Agroforst damit eine praxistaugliche Option für trockenheitsanfällige Regionen werden kann. Daneben werden verschiedene Anzuchtverfahren von Baumschulen getestet (wurzelnackte Ware, Containerware, AirPot-Ware). Ziel des Projekts ist es, praxisnahe Empfehlungen für Landwirtinnen und Landwirte zu liefern, wie Agroforst in trockenen Regionen umgesetzt werden kann.

Das Projekt wird durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert. Die gepflanzten Flächen sind Öko-Regelung 3-konform angelegt ist, womit zusätzlich eine Förderung in Höhe von 600 Euro je Hektar Gehölzstreifen durch die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) möglich ist.

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