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Bürokratieabbau im Pflanzenschutz

EU-Agrarrat tagt am Montag in Luxemburg

Auf Initiative von Bundesminister Alosi Rainer steht der Austausch über eine Reduzierung der Aufzeichnungspflichten im Pflanzenschutz auf der Tagesordnung der monatlichen Ratstagung der EU-Agrarministerinnen und -minister am 27. April in Luxemburg.

von BMLEH erschienen am 25.04.2026
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Seit dem 1. Januar 2026 gelten nach der Durchführungsverordnung (EU) 2023/564 für die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln erweiterte Aufzeichnungspflichten. Die Bundesregierung unterstützt die Harmonisierung der erfassten Anwendungsdaten grundsätzlich, kritisiert jedoch den bürokratischen Aufwand durch die Erfassung neuer Angaben wie Zulassungsnummern und Code-Nummern für Schadorganismen oder Pflanzenwuchsstadien. Die von Bundesminister Rainer eingebrachte Initiative für einen Bürokratieabbau im Pflanzenschutz wird von mehreren Mitgliedstaaten unterstützt.

Besonders Sonderkulturen belastet

Im Vorfeld sagt Bundesminister Rainer: „Pflanzen zu schützen, sichert Ertrag und Qualität. Das darf nicht an bürokratischen Hürden scheitern. Die neu eingeführten Aufzeichnungspflichten treffen vor allem Sonderkulturbetriebe wie Gemüsebau oder Baumschulen hart, die viele verschiedene Kulturen parallel anbauen und behandeln. Darüber müssen wir in Luxemburg reden und Wege für einen einfachen, unbürokratischen Pflanzenschutz finden. Bürokratieabbau gelingt schließlich nur gemeinsam.“

Zudem werden sich die EU-Agrarministerinnen und -minister über die aktuelle Marktlage insbesondere bei Düngemitteln sowie über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2027 austauschen. Bundesminister Rainer: „An der Zukunft der GAP hängt nicht weniger als die Ernährungssicherheit Europas. Wir brauchen eine EU-Agrarförderung mit einem Budget, das der Bedeutung der Landwirtschaft gerecht wird. Unsere Landwirtinnen und Landwirte haben es verdient, dass man ihre Arbeit auskömmlich unterstützt.“

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