
Gärtner bekommen mehr Lohn
Die Gartenbaubranche und die Gewerkschaft IG BAU haben sich auf einen Tarifabschluss geeinigt. Für die meisten Beschäftigten bedeutet das ein Lohnplus von 6,4 %.
von IG BAU erschienen am 30.03.2026Die Beschäftigten in der Gartenbaubranche bekommen in den nächsten zwei Jahren insgesamt 6,4 % mehr Lohn und Gehalt. Dies bezieht sich auf den neu geschaffenen Tarifraum, der die neun Bundesländer Bayern, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein umfasst. Gleichzeitig wurde für die Bundesländer Baden-Württemberg und Hessen zwischen den Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern eine Erhöhung der Einkommen um insgesamt 7,8 % erzielt. Dies teilt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit.
Einheitlicher Tarifvertrag als Ziel
Weiterhin ist es nun erstmals gelungen, neun Bundesländer für ein Tarifgebiet unter einen Hut zu bringen. Die Abschlüsse in Baden-Württemberg und Hessen sind so gefasst, dass die Löhne und Gehälter in diesen Tarifgebieten zeitnah zu denen im „Großgebiet“ aufschließen. Ziel der Gewerkschaft ist es, zusammen mit den Arbeitgeberverbänden ein deutschlandweites Tarifgebiet zu schaffen, in dem einheitlich alle Rahmen- und Entgelttarifverträge gelten. Bislang fehlen jedoch noch einige Bundesländer im Osten Deutschlands.
Neuer Empfehlungsrahmen für die Landwirtschaft
Auch die Einkommen in der Landwirtschaft mit insgesamt rund 500.000 Beschäftigten sollen in den nächsten gut zweieinhalb Jahren steigen. Geplant sind drei Stufen mit einem Gesamtlohnplus von rund 10 %. Darauf haben sich die Verhandlungskommissionen des Gesamtverbandes der Deutschen Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände e. V. (GLFA) und der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) nach langwierigen Verhandlungen geeinigt. Der ausgehandelte Kompromiss ist eine Bundesempfehlung, die Grundlage für die jeweiligen Tarifverträge zwischen den regionalen land- und forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbänden und der IG BAU ist.
Die Empfehlung sieht vor, dass die Tariflöhne sich zum 1. Mai 2026, 1. Januar 2027 sowie 1. Januar 2028 um jeweils 3,3 % erhöhen. Dazu gibt es eine Einmalzahlung im Juli dieses Jahres von 300 Euro. Abweichend von diesen prozentualen Erhöhungen bleibt es in der untersten Tarifgruppe (ungelernte Mitarbeitende) in den ersten vier Monaten einer Beschäftigung bei einer Entlohnung in Höhe des gesetzlichen Mindestlohns, ab dem fünften Monat steigt das Entgelt um zehn Cent. Die Laufzeit beginnt am 1. Januar 2026 und endet am 30. September 2028. Die zuständigen Gremien der IG BAU sowie die regionalen Arbeitgeberverbände, bei denen die Tarifhoheit für den Abschluss der entsprechenden Tarifverträge liegt, haben der Einigung zugestimmt und beabsichtigen, die Bundesempfehlung zügig umzusetzen.



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