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Laborkompetenztest der QS-GmbH mit erschreckendem Ergebnis
Um die Arbeitsqualität der Labore zu überprüfen hat die QS-GmbH den 7. Laborkompetenztest im Oktober 2009 durchgeführt.
Insgesamt achtzig Labore aus elf Ländern nahmen daran teil. Dabei beteiligten sich alle 56 anerkannten Labore, da der Herbsttest zugleich für die QS-anerkannten Labore ein Pflichttest ist. 24 neue Labore haben sich für die QSAnerkennung beworben.
Darüber und über die Ergebnisse berichtete Wilfried Kamphausen, QS-GmbH, anlässlich der letzten Vorstandssitzung der Bundesfachgruppe Gemüsebau, die im Rahmen der 44. Herbsttagung im November 2009 in Papenburg stattfand.
Die Labore mussten eine tiefgefrorene Petersilienprobe untersuchen und hatten damit eine vergleichsweise anspruchsvolle Aufgabe zu lösen. Den Laboren wurden bis zu vier verschiedene Testmaterialien mit bis zu acht enthaltenen Wirkstoffen zugeleitet. Dabei unterschieden sich die Testmaterialien sowohl in der Anzahl als auch in der Konzentration der jeweilig enthaltenen Wirkstoffe.
Das Ergebnis, so die Fachgruppe Gemüsebau im Bundesausschuss Obst und Gemüse, des 7. Laborkompetenztestes ist erschreckend. Denn von den anerkannten Laboren bewältigte nur knapp die Hälfte den Test. Bei den im Anerkennungsverfahren befindlichen Laboren bewältigte lediglich ein Drittel der Labore den Test mit Bravour.
Von den achtzig teilnehmenden Laboren schafften im Gesamtergebnis nur 38 Labore, alle Wirkstoffe korrekt zu bestimmen.
Die in diesem Test durchgefallenen Labore müssen sich im Frühjahrstest 2010 erneut beweisen. Sollten sie den Test wiederum nicht bestehen, werden sie ihre QS-Anerkennung verlieren.
Der Berufsstand stellt fest, dass es nach diesem Ergebnis umso wichtiger ist, die Laborkompetenztests auch mit anspruchsvollerem Probenmaterial fortzusetzen, um auf diese Weise qualitativ hochwertig arbeitende Labore herauszufiltern.
Es kann und darf nicht sein, dass durch schlechte Laborarbeit die Obst- und Gemüsebetriebe wirtschaftlich geschädigt werden beziehungsweise in der Öffentlichkeit durch zu hoch festgestellte Rückstandsgehalte, die lediglich auf Laborfehlern beruhen, aber nicht den Tatsachen entsprechen, an den Pranger gestellt werden. Der Bundesausschuss Obst und Gemüse und die Fachgruppen Obst- und Gemüsebau werden gemeinsam mit der QS-GmbH weiterhin alles daransetzen, bei den Laboren die Spreu vom Weizen zu trennen.
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Autor:Jochen Winkhoff
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